Kein Vorhang, der sich öffnet, kein Bühnenbild zum Staunen. Beherrscht wird der Blick von einer riesigen Fensterfont, durch die man nur ins Leere schaut. Ein Loft vielleicht irgendwo in der Jetztzeit.
"So geriet er immer weiter in den Sumpf hinein, in das Öder-Ländische, bis es dann wirklich mal radikal aufgebrochen ist"
Wie haben sich Arbeits- und Privatleben seit der Globalisierung und nach der Krise verändert? Sehen junge Menschen überhaupt noch eine Zukunft? Wie reagieren alte und junge Menschen auf die Anforderungen an Flexibilität, die Auflösung der Familie, das Dogma der Weiterbildung, den Zwang der Effektivität?
Old Shatterhand gab es wirklich. Jedenfalls in der Traumwelt des Karl May. Dessen Leben könnte Stoff für eine 200teilige Seifenoper liefern, im Bochumer Prinz Regent Theater wurde daraus eine Video-Mensch-Collage, die surreal das Leben des Volksschriftstellers belichtete.
„Ein Chor irrt sich gewaltig“. René Pollesch hat vor gut neun Monaten mit einer Inszenierung den Prater in Berlin wieder eröffnet. Jetzt kommt der Macher der Ruhrtrilogie damit in den Mülheimer Ringlokschuppen. Nicht weil Kulturhauptstadt ist, nicht weil das Ruhrgebiet so toll ist.
Wenn vom Himmel die Lumpen fallen, müssen sich die Lumpen auf Erden darum streiten. Und mitten im Kleiderhaufen steht dann die Leiter zum Glück. Eigentlich fehlten nur noch Sägespäne. Die serbische Jungregisseurin Ana Tomovic inszeniert am Theater Oberhausen „Romeo und Julia“ quasi direkt auf der Müllhalde.
Der Eingang zur Unterwelt als Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Zwischenstation für den heimatlosen Heimkehrer. Im Rahmen der „Odyssee Europa“ während Kulturhauptstadt 2010 beschäftigt sich Roland Schimmelpfennig mit der Unterweltfahrt des Odysseus aus dem elften Gesang von Homers Epos.
Schicke Bude, nette Familie, das Leben ist erfolgreich und super, bis jemand im Keller ein Schwarzes Loch erzeugt, in das die ganze Herrlichkeit verschwindet. Wer macht so was? Etwa der Hausherr selbst? Martin Gray ist preisgekrönter Stararchitekt, seit 22 Jahren glücklich verheiratet und führt ein Leben wie aus dem Bilderbuch.
Das Elend gab es immer schon. Für Tom Waits ist es der Fluss der Welt. Es passt zu ihm, ausgerechnet Büchners Woyzeck zu vertonen, zu betonen, das Stück bringe einen dazu, Angst um die Figuren zu bekommen und über das eigene Leben nachzudenken, sagte Waits, dessen düstere Balladen wie Arien daherkommen.
Sie kennen die Räuber von Schiller? Hoffentlich. Ansonsten wird der Abend schwierig, wenn auch nicht weniger schön. Wie immer geht es um Karl und Franz. Sie sind Brüder. Franz, der jüngere, hasst Karl. Er neidet ihm das Erbe, das dem Erstgeborenen zusteht, neidet ihm die Liebe des Vaters, die alles verzeiht.
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