Bühne.

Die Macht der Verlogenheit

Philipp Preuss inszeniert Jean-Paul Sartres "Nekrassow" am Dortmunder Theater - Theater Ruhr 01/10

Türen über Türen, die einem geöffnet werden können, die etwas verbergen, die in neue Räume führen. Das Bühnenbild (Ramallah Aubrecht) ist mehr Kunstwerk denn Ausstattung und erinnert mich frappant an Arbeiten des belgischen Künstlers Jan de Cock. Meine Augen fühlen sich also wohl.

"Es gibt anscheinend so Ideen, die überall in der Luft liegen"

"Die Meuterei auf der Bounty" als Theaterstück im grossen Haus in Bochum - Premiere 01/10

„ABER ANDERS ALS IN EINEM FILM MÜSSEN WIR NICHT GENAU ZEIGEN, WIE ES 1789 WAR, SONDERN KÖNNEN UNS AUF BE- STIMMTE ASPEKTE KONZENTRIEREN“

Helden der Zukunft

An der Welt von morgen bauen - Theater Ruhr 12/09

Im Jahr 2005 standen auf der Bühne der Casa das erste Mal Jugendliche aus Essen-Katernberg und erzählten aus ihrem eigenen Leben. Unter der Leitung von Nuran David Calis entstand „Homestories – Geschichten aus der Heimat“. Damals erzählten sie vom Libanon, dem Iran, Afghanistan, der Türkei...

Helden and der Mauer

Im Prinz Regent Theater Geschichte lernen - Theater Ruhr 12/09

9. November 1989 am Berliner Grenzübergang Bornholmer Straße. Ein Mann öffnet seinen Hosenschlitz und damit die Mauer. Unglaublich und nicht einmal wahr. Was machen Theater, wenn sich der Jahrestag des Mauerfalls zum 20. Mal jährt? Sie holen ein Ost-West-Stück aus der Mottenkiste und bauen auf interessierte Zuschauer.

Helden hinterm Gartenzaun

"Aufzeichnungen aus einer Doppelhaushälfte" - Theater Ruhr 12/09

Hinterm Gartenzaun leben tatsächlich auch noch Menschen, und die können einem das Leben zur Hölle machen. Nichts ist in der deutschen Provinz zwischen Doppelhaushälften und Reihenhauswäldern schlimmer als das innere Gefüge der Kleingrundbesitzer.

Die unglückliche Steigerung von Glück

Zum 2. Mal inszeniert Frank Abt ein auf Interviews basierendes Stück - Theater Ruhr 12/09

Die Kammerspiele in Bochum sind ein heiliger Ort. Hier standen Helden der Theatergeschichte von Christine Kaufmann bis Ulrich Wildgruber, von Dörte Lyssewski bis, na ja, nehmen wir mal Herbert Grönemeyer, weil der eigentlich so schön ins Konzept von Regisseur Frank Abt passen würde.

"Tanz ist in unserem Kulturkreis nicht so vertraut"

Zwei Musikstücke, wie sie unterschiedlich nicht sein könnten gemeinsam inszeniert - Premiere 12/09

„Unsprechbares Zuhause" lautet die letzte Textzeile der Zeitgenössischen Oper „Neither" von Morton Feldman, mit welcher die zum Dreiklang zusammengefasste Oper-Zeit-Reise zum Geburtstag des Großen Hauses in einer kompositorischen Grenzerfahrung der Gegenwart mündet.

Wo ist nur der Stan Kowalski hin?

Peter Carp zeigt, wie sich eine "Endstation Sehnsucht" wandeln kann - Theater Ruhr 11/09

Oberhausen. Ruhrpott. Mitten im seit Jahren gebetsmühlenartig artikulierten Strukturwandel packt Theaterintendant Peter Carp Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“ in den Spielplan.

Schöpferischer Moment der Krise

In diesem Monat beginnt das Festival Impulse - Theater Ruhr 11/09

Das Festival beginnt Ende November mit einem "Eröffnungsmarathon" in der Kölner Halle Kalk, denn das Prinzip der allgemeinen Überforderung hat sich für die „Impulse“ – das die wichtigsten freien Produktionen der letzten zwei Jahre in Deutschland, Österreich und der Schweiz außerhalb des Stadttheaters zeigt – bewährt.

"In dieser Alltäglichkeit liegt immer auch eine grosse Tragik"

Frank Abt über die "Superstars" - Premiere 11/09

Früher machte er Theater über Mariah Carey und Franziska van Almsick. Nach seinem Bochumer Nokia-Projekt „Connecting People“ entwickelt Regisseur Frank Abt jetzt einen Theaterabend auf der Grundlage von Interviews mit Menschen auf der Suche nach den Superstars aus der Retorte.

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