Kann man dem Chaos mit Strenge begegnen? Oder werden alle menschlichen Regeln irgendwann endgültig der kosmischen Anarchie weichen? „Deo gratias“ nannte der flämische Komponist Johannes Ockeghem seinen 36stimmigen Kanon, den er um 1450 zur höchsten Ehre Gottes komponiert hatte.
Die Tage Alter Musik in Herne sind zwar nicht gezählt, doch seit ein paar Jahren haben sie einen schillernden Gegenpol und Herne ein zweites kulturelles Standbein. Statt Lauten, Harfen und Schalmeien im November zeigt Pottporus in diesem Monat schon mal alles, was die junge HipHop-Szene hergibt.
Es gab für Johnny Cash immer ein Leben hinter „Jackson“ oder dem „Ring of Fire“. Die Furchen in seinem Gesicht erzählen jede für sich eine andere Geschichte. Bereits ein Jahr nach seinem Tod schrieb der in New York geborene Autor und Theaterregisseur James Edward Lyons das musikalische Portrait „Johnny Cash – The Beast In Me".
Moers hat ein neues Etablissement. Es liegt mitten im Schloss und bietet wohl zahlreiche Rotlicht-Freuden. Zwischen teurem Hochprozentigem und kleiner Sadomaso-Kammer lungern dort jedenfalls öfter ein gewisser Faust mit seinem Kumpel Mephisto auf abgenutzten Sesseln.
Der Dramatiker Tennessee Williams (1911-1983) ist ein Meister in der Darstellung unausgesprochener Spannungen. In seinem Melodram „Endstation Sehnsucht“, das 1947 uraufgeführt wurde, schiebt sich Blanche DuBois, die Fremde, die Besucherin, die Schwester, wie ein Vampir, der seine Umwelt aussaugt, immer mehr ins Zentrum des Geschehens.
Er ist kein Bayer, er ist Franke, und er pflegt auf der Bühne seinen Dialekt. Ob Kabarett drei Tage vor der Bundestagswahl noch etwas in Castrop-Rauxel bewirken kann? Diese Frage wird er nicht beantworten können und wollen.
Kaspar reloaded. In diesem Jahr präsentiert die Fidena sieben Produktionen, gleich bei vier Inszenierungen handelt es sich um Auftragsarbeiten, die in Bochum zur Uraufführung kommen werden. Dabei dreht sich beim Festival des Objekttheaters alles um den anarchischen, ursprünglichen Kaspar und seine europäischen Freunde Pulcinella, Punch, Petruschka und Karagöz.
"Wir suchen nicht einen guten Menschen, der nach außen ein Arschloch ist. Was wir suchen, ist ein Arschloch, das nach außen ein guter Mensch ist.“ Diese Textstelle beschreibt den Wahnsinn, den Headhunter täglich in Menschen impfen. Toll ist schon ein normales Bewerbungsgespräch nicht, angenehm schon gar nicht.
So ein Theater in Gelsenkirchen. Auf dem Gelände des Consoltheaters treffen sich die Jugendlichen zum pottfiction Camp. Viel Arbeit, keine Streitereien, dank eines Niederländers schon gar nicht um die Wurst.
Drei Jahr lang wird es bei der Triennale um die Beziehung der Künste und der Künstler zum Urmoment des Religiösen gehen. Nicht um Religion als fertiges System oder um Institutionen oder Kirchen, sondern um das neben Liebe und Tod andere große Thema der Kunst, Suche und Sehnsucht nach einem großen Zusammenhang, der die Begrenztheit der eigenen Existenz überwindet.
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