Wenn die Schrebergärtnerin langsam die Kaffeesachen wieder zusammenpackt und der Schrebergärtner endlich seine Hacke beiseite legt, dann wird es in der Dortmunder Kleingartenanlage „Hafenwiese“ nicht nur dunkel, sondern auch unruhig.
Das Projekt pottfiction, das von sieben Kinder- und Jugendtheatern der Region und dem Berliner Designerkollektiv anschlaege.de entwickelt wurde, startet mit einem Eröffnungscamp auf dem Gelände des kultur.gebiet CONSOL in Gelsenkirchen.
Auf den Spuren des Alleskönners, der Räuber und Krokodil in Schach hält, der Kinder zum Kreischen bringt, wandelt in diesem Jahr die Fidena, obwohl sich die Heroen des Figurentheaters in den seltensten Fällen auf den Puppenkasper berufen.
Eine ungewöhnliche Dinslakener Kultur-Aktiengesellschaft sorgt seit über zehn Jahren in einer Burg fürs jährliche Festival.
trailer: Herr Dennemann, Kunst und Kleingarten – geht das zusammen?
Rolf Dennemann: Nein.
Trompeten und Koloratur mitten in einer No-Go-Area zwischen Essen und Mülheim. Die Musiker stehen an der Haltestelle Eichbaum. Dort entwickelte das raumlaborberlin mit dem Gelsenkirchener Musiktheater, dem Schauspiel Essen und Ringlokschuppen Mülheim eine Open Air-Oper.
Laue Sommernächte und rauschende Bäume im Raffelbergpark. Mit den „Weißen Nächten“ geht das Theater an der Ruhr in Mülheim traditionell eruptiv in die Sommerpause. An fünf prall gefüllten Abenden zeigt es eine Mischung aus Publikumsrennern, kurdischem Theater und zeitgenössischer Musik.
René Pollesch zeigta auf einer Mülheimer Industriebrache „Cinecittà Aperto“, die RuhrTrilogie, Teil 2.
trailer: Herr Pollesch, wie fühlt man sich, wenn man als erfolgreicher Theatermann bei Karstadt in Essen einkaufen geht?
René Pollesch: Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr in Essen. Uns ist nur aufgefallen, dass hier in Mülheim auch der Kaufhof schließt, der ja nicht zur Acandor-Gruppe gehört. Für einen Kulturmacher ist das eigentlich kein Problem.
Auf der einen Seite der schmuddelige Campingwagen, gegenüber die grell erleuchtete Bühne. Zwischen den Polen agieren die Schauspieler, immer auf der Suche nach einer Sprache, mit der sie ihre Lebenssituation wenigstens beschreiben könnten.
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