Vom Typischen zum Besonderen: Unlängst fanden in NRW einige beachtliche Themenausstellungen zur avancierten zeitgenössischen Plastik statt, die etwa ihrer biomorphen Formsprache und der Verwendung aktueller Materialien nachgingen.
Das alte Jahr hört morbide auf, im neuen geht es morsch weiter. Ein wenig unglücklich quer durch die Adventszeit zeigte die Kunsthalle Barmen in Wuppertal die Ausstellung „DEAD_Lines. Todesbilder in Kunst – Medien – Alltag“.
Die Ausstellung war überfällig. Das Düsseldorfer Museum Kunstpalast stellt in einem umfassenden Überblick die „Düsseldorfer Malerschule“ vor, die ihren Ausgangspunkt im frühen 19. Jahrhundert an der dortigen Kunstakademie hatte, wo Künstler aus aller Welt studierten und anschließend wieder in alle Himmelsrichtungen gingen.
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dieses Elend durchzieht die heutige Gesellschaft wie ein Myzel. Der niederländische Künstler Aernout Mik macht es zu einem Seherlebnis in seiner Ausstellung im Essener Folkwang-Museum, in einem Raum voller Video-Skulpturen, die die Besucher fast lautlos in Atem halten.
Die Ausstellung mit Jannis Kounellis passt genau hierher. Das Museum Kurhaus Kleve führt mit ihr seine Reihe zu den Hauptvertretern der Arte Povera fort, die seit den späten 1960er Jahren mit „billigen“ Materialien v.a. der Natur und im Zugriff auf die Kultur der Antike eine neue Form von Objektkunst zwischen Tradition und Avantgarde geschaffen haben.
Ein Loblied auf den Kameramotor. Er macht es heute möglich, aus Hunderten Bildern den einen Schnappschuss herauszufiltern. Es gab Zeiten, da war das anders, besonders für die Kriegsberichterstatter.
Ein Jahrhundertgenie, das weltbekannt ist. Pablo Picasso (1881-1973) ist der Inbegriff für moderne Kunst: Seine Werke kosten Millionen, niemand stellt seine Bedeutung in Frage, aber alles Unverständnis gegenüber moderner Kunst konzentriert sich auf ihn.
Das Bochumer Museum ist ein heiliger Raum der Stille. Keine Schlangen vor den Schaltern, kein Radau aus dem Museumsshop. Hier dürfte sich Buddha wohlfühlen, dessen steinerner Fußabdruck aus Nordwest-Pakistan ein paar Meter hinter dem Eingang in einer Glasvitrine liegt.
Japan befindet sich im Fadenkreuz der Katastrophen. Heute sind es die Bedrohungen durch die Natur und die Folgen eines leichtfertigen Umgangs mit der Atomenergie, die das Land in Schockstarre versetzt hat. Eine Epoche hat ihr Ende gefunden. An ihrem Anfang stand ebenfalls eine Katastrophe, der Krieg und das Inferno der Atombombenabwürfe.
Zur Eröffnung des Japan Media Arts Festival ist das Yellow Submarine der Beatles in der Jetztzeit angekommen. Aus dem Meer des Internets hat sich ein Alien ins Boot geschlichen und ist im Dortmunder U aufgetaucht. Miku ist ein singendes künstliches Wesen.
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