Neue Comics zwischen großartigem Debüt und meisterlichem Alterswerk
Wie so viele hatte ich gehofft, dass die Mayas Recht hatten mit ihrem Weltuntergang.
Olli Pocher macht auf Stefan Raab, Til Schweiger macht auf Schimanski, Markus Lanz macht auf Thomas Gottschalk, Bushido macht auf Mensch – wer einigermaßen bei Sinnen ist, erwartete nicht mehr viel von der Welt, außer vielleicht ihren Untergang.
Es ist keine Seltenheit, dass sich (nicht nur) junge Leute zu Literaturzirkeln zusammenschließen, doch nur wenige existieren über einen längeren Zeitraum. Umso erstaunlicher, dass die an der Bochumer Ruhr-Universität angesiedelte Gruppe „Treibgut“ mittlerweile ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann.
Man hat es nicht leicht mit ’nem Ratsch am Kappes; oder wie man auf gut Deutsch sagt: mit ’ner dezenten Meise. Zu Karneval mag das nicht auffallen. Doch spätestens, wenn man raus muss aus seinem Kostüm, steht man wieder nackt da und sucht eine alltagstaugliche Tarnung.
Vor einem Jahr starb mit Jean Giraud ein wegweisender Comic-Künstler. Als Gir stand er für den Western „Leutnant Blueberry“, als Moebius hingegen erschuf er surreale Science Fiction-Welten in psychedelischen Bildern.
Man möchte sie anschauen, man möchte sie berühren und in ihnen lesen. Eine Flut von Fotobüchern in allen Formaten – für manche braucht man zwei Tische, um darin blättern zu können – strömt im März in das Forum für Fotografie in Köln. Aus 200 nominierten Büchern hat eine elfköpfige Jury den Deutschen Fotobuchpreis 2013 mit fünf Siegertiteln in Gold und 17 Titeln in Silber ermittelt.
Absurd, schräg, vulgär und doch irgendwie poetisch gaben sich Arne Nobel und Dustin Semmelrogge bei der Lesung von "Naked Lunch".
Neun SlammerInnen zeigten 10.1. im Wittener Treff° wie facettenreich und florierend sich die Poetry-Szene aktuell präsentiert.
Einblicke ins ungeliebte Thema: Rechte Gewalt ist seit den Schlagzeilen über die Zwickauer Zelle ein Dauerpolitikum. In der Wittener Werkstadt las am Dienstagabend der Autor und Szene-Kenner Olaf Sundermeyer aus seinem Buch „Rechter Terror aus Deutschland – eine Geschichte der Gewalt.“
Atemloses Stakkato, den Bildern und Gedankengängen bleibt keine Zeit, sich im Hirn des Zuhörers zu verwurzeln – wer eine Lesung des jungen Autors Jörg Albrecht besucht, dessen Aufmerksamkeit ist konstant gefordert.
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