Was für eine Gelegenheit! Die Autorenfilme von Abbas Kiarostami, der 1940 in Teheran geboren wurde, dort ansässig ist und zu den großen Regisseuren seines Genres zählt, sind so still und verhalten, dass sie nicht den Weg in die großen Kinos finden, auch nicht auf die zeitigen Sendeplätze des Fernsehens.
Die Ausstellung zeigt, dass das, was für uns heute als klassische Moderne etabliert ist, auch mal unbekannte Avantgarde war, die es eben wert war zu pflegen.
Seit 2002 verleiht die Kunststiftung NRW den Nam June Paik Award zur Erinnerung an den Mitbegründer der Fluxus-Bewegung in Europa und mit seinen Arbeiten ein Pionier der Medienkunst war.
Eine Werkschau mit Bildern und Objekten von Bernd Schultze findet noch bis zum 20. Januar im Museum Küppersmühle in Duisburg statt.
Duisburg konzentriert sich auf einen Künstler und dessen Schaffen. Während zeitgleich in einer Ausstellung im Essener Museum Folkwang die Kunstrichtung des Expressionismus auf ihre Inspirationsquellen befragt wird.
Der Fotograf Knut Wolfgang Maron begleitete seine Mutter in ihren letzten Lebensjahren mit der Kamera und teilte mit ihr „eine wunderbare und nicht benennbare Intimität“.
Zum Jahresende bündelt das Museum Folkwang in Essen seine Qualitäten. Es arbeitet die Leistungen der künstlerischen Moderne des späten 19. Jahrhunderts heraus und zeigt, wie diese auf die deutschen Expressionisten des frühen 20. Jahrhunderts eingewirkt hat.
Ein weiterer Künstler, der dem Informel in Deutschland zugerechnet wird, ist Emil Schumacher (1912-1999). Schumacher ist unter diesen Künstlern der vielleicht international angesehenste. Er hat nicht nur in seinem Heimatort Hagen, sondern auch in Italien gearbeitet und wurde ebenso im Ausland ausgestellt.
Eine gute Idee förderte eine Art Label: 1982 fand im Saarland-Museum Saarbrücken eine Diskussion mit den führenden deutschen Künstlern der Nachkriegs-Avantgarde unter dem Titel „Symposium Informel“ statt. Gemeint war eine gegenstandsfreie Kunst, die spontan, gestisch, bevorzugt starkfarbig war.
Vor allem in jüngster Zeit arbeitet das Kunstmuseum Mülheim die Qualitäten seiner Sammlung heraus – als geistige Substanz, die kulturelles Bewusstsein vermittelt und zum Image der Stadt beiträgt. Ein Teil der eigenen Erwerbungen und der Sammlung, die der Naturwissenschaftler Karl Ziegler im Rahmen einer Stiftung seiner Stadt überlassen hat, ist im ersten Obergeschoss permanent ausgestellt, dazu vertiefen Wechselausstellungen einzelne Aspekte weiter.
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