Die Zeit, welche jedes dieser Bilder einfängt und in atmosphärischer Dichte erfahrbar werden lässt, sollte man sich im Osthaus Museum nehmen. Der Landschaftsmaler Otto Modersohn (1865-1943) hatte nach seinem Tod einfach Pech.
Es überrascht, dass die „Engel“ von Paul Klee noch nicht Thema einer eigenen Ausstellung waren. Diese überwiegend kleinformatigen, unmittelbar aus der Zeichnung gewonnenen Bilder, bei denen sich rein aus Linien Geschöpfe konturieren, gehören mit zu den populärsten Werken des berühmten Künstlers, der auf so feinsinnige Weise die Kunst seiner Zeit reflektiert hat.
Für die bislang größte Ausstellung von Bente Stokke in Deutschland ist die Kunsthalle Recklinghausen der ideale Ort. Ihre frühen Konzepte, bestehend aus kleinformatigen Blättern an der Wand oder auf dem Boden, und die transparenten malerischen Schichtungen, die mitten im Raum platziert sind, und schließlich die neueren Folgen von körperhaft schwarzen Flächen füllen großzügig die drei Stockwerke.
Wer die Macht über die Bilder hat, bestimmt nicht nur die Interpretationshoheit von Information, sondern auch die Seriosität menschlicher Geschichte. In den letzten Jahren hat durch die technische Entwicklung eine wahre Bilderflut die Berichterstattung und die subjektive Sicht auf die Welt beeinflusst, formal kann man deshalb zwar von einer Evolution des visuellen Wissens, aber auch von einer aufweichenden Determination zwischen Fiktion und Realität ausgehen.
„Purple Haze all around. Don't know if I'm coming up or down”. Unverkennbar Jimi Hendrix‘ Drogen-Ballade. Doch was hat das mit einer Ausstellung über Mädchen und Frauen in der Rock- und Popmusik zu tun, mit den Millionen Dollar schweren Madonnen oder den flippigen Pink Ladies?
Manchmal reicht es schon, ernsthafte Anstalten zur Änderung eines Sachverhaltes treffen, um zu erkennen: Alles ist doch gut, so wie es ist. Nachdem Ewerdt Hilgemann die beiden Gruppen mit je vier Plastiken in den Flottmann-Hallen aufgebaut hatte, überlegte er, die vierteilige „Cactus flower“ vom Estrich mit seinen Gebrauchsspuren zu trennen.
Eigentlich haben die beiden in Düsseldorf ansässigen Künstlerinnen nichts gemeinsam. Pia Fries ist Malerin, Vera Lossau ist plastisch tätige Künstlerin, sie gehören unterschiedlichen Generationen an. Pia Fries praktiziert eine grundsätzliche Recherche an den Konstituenten ihres Mediums – das betrifft etwa den besonderen, ausgesprochen vielfältigen Vortrag der Farbmaterie auf dem Holzgrund – und hinterfragt dabei das Verhältnis zur Realität.
Zwischen all den Schauen, die sich zuletzt der Kunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts gewidmet haben, schien die Ausstellung, die das Gustav-Lübcke-Museum zum Menschenbild des Expressionismus zeigt, fast unterzugehen.
Die fotografische Sammlung des Ruhr Museums auf Zeche Zollverein umfasst drei Millionen Aufnahmen seit Mitte des 19. Jahrhunderts, folglich in sehr unterschiedlichen Techniken, zusammengetragen im Laufe von 100 Jahren.
Sollte Indiana Jones tatsächlich falsch gelegen haben, als er den verschollenen Kristallschädel zurückbrachte und die Außerirdischen befreite? Irgendwie hat sich nämlich einer davon wieder nach Herne verirrt und ist nun ein Highlight der aktuellen „Schädelkult“-Ausstellung im LWL-Museum für Archäologie.
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