Wer beim Titel die übliche Milchbar und Baseballschläger erwartet hatte, der rieb sich wahrscheinlich erst einmal die Augen und schaute verstohlen auf seine Eintrittskarte, ob er nicht doch im falschen Theater oder in der falschen Aufführung gelandet ist. Als dann auch noch ein gewisser „D. Love“ mit seinem perfekt gedolmetschten Vortrag loslegte, da war die Verwirrung schon fast fühlbar.
Es ist schwierig, so einen ganzen Hemingway-Schinken auf die Bühne zu transportieren. Dennoch kann das übrigbleibende Filetstück ansehnlich und schmackhaft sein. Mit der Oberhausener Lutherkirche haben die Regisseure Tilman Raabke und Christoph Todt zumindest einen ungewöhnlichen Spielort gewählt, der zwar weniger an Pamplona, dafür aber an den Protestantismus im frühen 20. Jahrhundert erinnert.
Wenn Theaterstücke es darauf anlegen, als „pädagogisch wertvoll“ zu gelten, dann richten sie sich in aller Regel an ein junges Publikum. Der englische Performance-Künstler Tim Etchells hat den Spieß umgedreht. Er stellt die Jungen auf die Bühne und lässt sie den Alten ihre eigenen Merksätze und zweifelhaften Erziehungsmethoden unter die Nase reiben.
Die Rollläden gehen auf und geben den Blick auf die gute Designerstube von Henriette und Raimund frei – ein echtes „Power-Paar“: sie, die EU-Abgeordnete, er, der „grüne Unternehmer des Jahres“. Beide sind so richtig fitte, globale Leistungsträger. Aber auch die Erfolgsverwöhnten haben so ihre Sorgen: die chinesische Sim-Card im belgischen Taxi, Affären, Depressionen und quälende Einsamkeit, wenn die 80 Stunden-Woche ihrem Ende entgegenkriecht.
Tosender Applaus, zehn Minuten Standing Ovation. Das erlebt man selten am Schauspielhaus Bochum. Und das Wichtigste: Die Begeisterung des Publikums ist vollkommen berechtigt. Die Studierenden der Folkwang haben zwei Stunden lang eine unheimliche Energie auf der Bühne entfaltet.
Die Meister des Casual Theaters (A-Team, James Bond, Super Mario) legten am 31.3. ihre erste Parodie "Masters of the University" neu auf und begeisterten die Zuschauer im Rottstr.5-Theater.
Das Wasser steht auf Höhe meines Sitzplatzes. Meine Füße liegen noch hoch und trocken. Gerade schwimmt langsam die Leiche des Meteorologen Jörg Dühne (Matthias Heße) im Schlosstheater Moers an mir vorbei. Ein Opfer der vorangegangenen Diskussionsrunde um Erderwärmung und CO2-Ausstoß.
„Fly Me To The Moon“ ist der Titel eines Jazz-Standards, den Frank Sinatra und nicht zuletzt Apollo 11 in den 1960ern weltberühmt machten. Der Song liefert in Hagen den Titel für ein gut zweistündiges Show-Programm, das mit gut zwei Dutzend Nummern den Bogen über ein halbes Jahrhundert spannt – von den Goldenen Twenties bis in die späten 70er.
Eine Nacht, eine Party. Neun Jugendliche, die versuchen, sich selbst zu finden und zu lieben. Doch wie soll das gehen, zeigt der Spiegel doch einen Körper, der nicht der eigene zu sein scheint? Wie soll das gehen, wenn man keins von den „coolen Kids“ und kein „Hollister-Girl“ ist?
Falsches Essen, falsches Auto, falscher Job, falsche Stadt, falscher Partner. Die großen und kleinen Fehler und Fehlentscheidungen im Leben, man muss sie erst einmal machen und treffen, um sie hinterher bereuen zu können. Doch wie fängt man dieses Großprojekt Leben an, wo soll es hingehen, wo ist der Sinn, ist die Richtung vielleicht falsch und überhaupt – was nun?
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