trailer: Herr Decker, was hat Buddha im Ruhrgebiet zu suchen?
Willy Decker: Buddha ist sicher einer der wichtigsten philosophischen Gestalten der Menschheitsgeschichte. Er hat allen Menschen etwas zu sagen.
trailer: Frau Finner, wozu braucht man Witten?
Christiane Finner: Als ich vor Jahren nach Witten kam, habe ich mich zuerst total verfahren. Inzwischen bin ich hier heimisch geworden.
trailer: Herr Handwerker, das Ruhrgebiet ist ein Kulturgebiet?
Fred Handwerker: Natürlich. Das Ruhrgebiet ist ein Schmelztiegel der Nationen und somit ein Schmelztiegel der Kulturen. Das liegt doch nah beieinander.
trailer: Herr Meyer, die Welt geht gerade unter, geht das Theater mit? Berthold Meyer: Haben wir...
trailer: Herr Laurin, warum gibt es die Ruhrbarone?Stefan Laurin: Die Ruhrbarone bieten eine sehr...
trailer: Herr Bergmann, wie geht es Ihnen im Jahre Eins nach Pleitgen?
Holger Bergmann: Diese Formulierung ist vielleicht etwas zu personalisiert. Nach dem Jahr, in dem uns ein Hauch von Metropole um die Nase wehte, geht es dem Ringlokschuppen gut. Die verschiedenen Grenzen zwischen Freiem Theater und städtischen Häusern sind wie noch nie in Bewegung gekommen.
trailer: Herr Scheytt, wie fällt Ihr Resümee bezüglich RUHR.2010 aus?
Es war nicht nur wichtig, dass die 5,3 Millionen Menschen in 53 Städten darauf aufmerksam gemacht werden, dass wir hier ein einmaliges Kulturangebot haben. Auch die Besucher aus anderen Ländern, das zeigen uns Umfragen, waren sehr zufrieden mit dem Hauptstadtjahr.
Vielleicht ist es ein Staffellauf der Kapitulation. Immer wieder tauchen die weißen Fahnenträger am Rand der Bahnstrecke zwischen Bochum und Oberhausen auf. Sie stehen am Bahnhof, sie laufen neben dem fahrenden Zug her, und oder sie sind wie im Spiel von Hase und Igel schon da, wo der Zug erst noch ankommen will. Es war die dreizehnte und letzte Fahrt des MELEZ-Zuges, der im Rahmen von RUHR.2010 einen Monat lang mobil gemacht hatte.
Fast wie Brüder stehen sie zusammen auf dem Bahnsteig, der Dortmunder und der Duisburger, mit ihren Schiebermützen auf dem Kopf. Die Kappe des Duisburgers hat ein feines Fischgrätmuster, ist bräunlich, gräulich, die Kappe des Dortmunders ist grob kariertes Schwarz-Gelb. Ein goldener Zug fährt ein, und die beiden Männer steigen in unterschiedliche Waggons. Dietmar Bär nimmt den Salonwagen, Frank Baier den Bühnenwagen.
„Ist das Kunst, oder kann das da weg?“ steht es mitten in einem klinisch weißen Waggon über einer Eingangtür des Melez-Zuges geschrieben. Diese Frage könnte Programm sein für eine Kunstform wie Street Art. Ihre Verfallsdauer hängt oft nicht vom Lob der Kritik, sondern von der Geduld und dem Geld der Gebäudeverwaltung ab.
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