Was wäre das für ein Ruhrgebiet! Alle Gebäude, egal ob Wohnhäuser, Fabriken, oder Bürotürme, sie alle trügen einen grünen Pelz. Flachdächer wären keine Flachdächer mehr, sondern Gemüsebeete oder Obstwiesen. An den Fassaden würde Spätburgunder und Riesling reifen.
Vor knapp 50 Jahren, am 10. September 1964, stieg Armando Rodrigues in Köln-Deutz aus dem Zug und bekam Minuten später ein Moped geschenkt. Für den jungen Portugiesen war es vielleicht ein kleiner Schritt. Für die Gesellschaft aber bedeutete es einen sehr großen.
Alle Menschen werden Brüder. Diese Vision schien Wirklichkeit zu werden, als zehntausende Menschen in der Arena AufSchalke beim Festival !SING Beethovens Megahit intonierten. Der 5. Juni 2010 geriet zum Sommernachtstraum für viele Ruhrgebietler.
Nein, beim Fußball geht es nicht um Leben und Tod. Es geht um mehr. Dieser Allgemeinplatz könnte im Ruhrgebiet erfunden worden sein. Obwohl die Ballsportart mit 22 Spielern auch in anderen Regionen der Republik und anderen Ländern dieser Welt durchaus populär ist, für das Revier ist Pöhlen, Kicken und Bolzen identitätsstiftend.
Ein Molekül, bestehend aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom, beschäftigt seit Wochen die politische Klasse Deutschlands und Europas. Wasser ist in aller Munde. Seit der Europäische Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen Michel Barnier seinen Entwurf einer sogenannten Konzessionsrichtlinie vorstellte, formiert sich in vielen Mitgliedsstaaten der EU eine breite Widerstandsbewegung.
August 2012. Eine Erdgeschosswohnung im Dortmunder Norden brennt aus. Die Polizei findet in den verkohlten Trümmern zwei tote Kinder. Ein drittes Kind, das noch lebend geborgen werden kann, stirbt wenig später im Krankenhaus. Massive Stichwunden an den Kinderleichen weisen auf ein Kapitalverbrechen hin.
Was waren das für selige Zeiten, als man noch über die Streiche der Schildbürger lachen konnte. Das Rathaus ohne Fenster? Kein Problem, dann tragen wir das Licht eben mit Eimern ins Gebäude. Das Rathaus am falschen Platz?
Im Gasometer in Oberhausen schweben sphärische Klänge durch die Luft. Ein Saxophonist spielt gegen seine eigenen Echos an. Scheinwerfer beleuchten das Paar, ihn im schwarzen Smoking, sie im strahlend weißen Brautkleid.
Die Gesellschaft neigt seit Jahren dazu, alles und jeden zu befeiern. Gott scheint tatsächlich ein DJ zu sein.
Von der Viehhofer Straße über den Pferdemarkt, die Rottstraße bis zurück zur Friedrich-Ebert-Straße und in die Kastanienallee hinein schießen unorthodoxe Geschäftsideen wie Farbkleckse aus der Eintönigkeit. Weiße Gartenzäune und adrette Begonienbeete in gezirkelten Vorstadtvorgärten werden nicht mehr mit einem anzustrebenden Wohlstand verbunden.
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